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Da ist doch was mit «Bindung»? Mein Startset mit 3 Basics für Sie

Dieser Blogartikel ist von Christin Tlach. Sie ist Hebamme und Expertin für Mutterschaft. Sie schreibt als Hebamme zu Mutter, als Mutter zu Hebamme. Und auch als Mutter zu Mutter und als Hebamme zu Hebamme.

Bindung ist nicht einfach da. Aber alle Voraussetzungen dazu sind in den beteiligten Menschen angelegt. Darum ist der Start so wichtig.

Mit der Arbeit an Ihrer persönlichen Eltern-Kind-Bindung legen Sie von Anfang an die Basis für die weiteren Lebensjahre und es wird Ihnen das Zusammenleben mit Ihrem Kind leichter machen. Ausserdem werden Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit gegenüber dem Baby auch Ihre Aufmerksamkeit gegenüber sich selber steigern. Deshalb lernt nicht nur Ihr Baby von und mit Ihnen, sondern Sie selbst lernen mit Ihrem Kind viel über sich selber.  

Bindung fängt übrigens nicht erst mit dem neugeborenen Baby an, sondern beginnt schon in der Schwangerschaft. 

Basic 1 Bindungsbedürfnis

Dieses Bedürfnis wird nicht von Ihnen als Mutter oder als Vater oder als Eltern geschaffen, weil Sie ihr Kind mit Zuwendung «verwöhnen». Im Gegenteil, Sie erkennen lediglich sehr gut die Dringlichkeit der Erfüllung dieses Bedürfnisses.

Das Baby bringt ein genetisch bedingtes Bindungsbedürfnis mit: das Bedürfnis, sich an eine Person zu binden, die grösser, weiser, klüger ist und die für Schutz und Pflege sorgen kann. Das Baby braucht die Sicherheit, dass es überall hin mitgenommen wird, da es alleine nicht überlebensfähig ist. Sie selbst oder eine andere Bezugsperson muss dem kindlichen Bindungsbedürfnis entgegenkommen, denn diese emotionale Bindung sichert das Überleben und die Entwicklung Ihres Babys.  

Bonding heisst Ihre Bindung als Mutter, Vater, Elternteil an Ihr Kind. Bonding umfasst Ihre Bereitschaft, sich emotional auf Ihr Baby und seine Bindungssignale einzulassen. Bonding bedeutet, Ihr Kind entsprechend seinen Bedürfnissen zu pflegen und ihm Schutz und Sicherheit zu geben. Bonding ist also für Sie ein Pflege- und Schutzsystem.

Attachment meint als Ergänzung dazu die Bindung Ihres Kindes an Sie als seine Bindungsperson. Attachment bedeutet, dass sich Ihr Kind in seiner Suche nach Schutz und Sicherheit an Sie als seine Bindungsperson wendet. Attachement ist also für Ihr Kind ein Sicherheitssystem.

Im Laufe des ersten Lebensjahres wird Ihr Baby wahrscheinlich nicht nur eine einzige, sondern mehrere Bindungsbeziehungen entwickeln.

Basic 2 Feinfühligkeit

Feinfühligkeit meint nicht, dass Sie zu unerfahren, zu beinflussbar oder zu nachgiebig sind Ihrem Kind gegenüber. Feinfühligkeit ist eine essenzielle Fähigkeit. Ihre Feinfühligkeit zeigt Ihnen, dass Sie das Baby ernst nehmen und seine Zeichen beobachten müssen. Aus der Beobachtung heraus werden Sie das Kind immer besser «lesen können» und Sie werden auch seine Reaktionen kennenlernen.  

Feinfühligkeit heisst, dass Sie die Signale Ihres Babys frühzeitig wahrnehmen, diese richtig interpretieren und anschliessend angemessen und prompt darauf reagieren.Sie können Ihre mitgebrachte und erworbene Feinfühligkeit anwenden und immer weiter verfeinern. Wenn Sie diejenige Person sind, die dem Baby gegenüber in den verschiedensten Interaktionen mit möglichst grosser Feinfühligkeit reagiert, dann haben Sie gute Chancen, für das Kind eine Bindungsperson zu werden. Das Baby weiss nicht, wer die Mutterrolle oder Vaterrolle hat – es reagiert auf Ihre Feinfühligkeit als Bezugsperson. 

Basic 3 Vermeidung von unangenehmen Reizen plus neugieriger Erkundungsdrang

Das Vermeiden von unangenehmen Reizen ist ein ganz wichtiges Schutz- und Lebensprinzip. Auch Ihr Baby versucht, Unangenehmes zu vermeiden. Das geschieht also nicht aus Bequemlichkeit oder um Sie zu ärgern, sondern die Vermeidung dient dem Eigenschutz. 

Vermeidung braucht es, weil das Baby noch nicht viel Stress aushalten kann. Sie werden vermeidendes Verhalten sehen, wenn das Baby den Kopf abwendet, wenn es bei Unangenehmem weint und protestiert, wenn Sie Abwehrbewegungen spüren. Später kann es auch den Körper abdrehen, sich wegwenden und weglaufen.  

Falls die unangenehmen Reize oder Schmerzen trotzdem eintreffen, dann müssen Sie als Bindungsperson da sein. Sie müssen Ihr Kind mit Körperkontakt trösten, weil diese Erfahrung sehr unangenehm ist und für das Kind wirklich grossen Stress bedeutet. Der Körperkontakt und die Anwesenheit der Bindungsperson hilft dem Kind, sich zu regulieren. Als Baby und Kleinkind braucht es Hilfe in stressigen Situationen.

Quasi als Balance zu seine Vermeidungsstrategien hat Ihr Kind einen inneren, neugierigen Erkundungsdrang mitgebracht. Entsprechend seiner Entwicklungsschritte wird Ihr Baby immer die Möglichkeiten zur Erkundung wahrnehmen. Am liebsten macht es das gemeinsam mit Ihnen als Bindungsperson. Je sicherer das Baby sich mit Ihrer Nähe und Präsenz fühlt, desto sicherer werden seine Expeditionen. Es entspricht einem absolut überlebenswichtigen Bedürfnis Ihres Kindes, die Möglichkeit zu Erkundungen zu haben.  

Ihr Kind zeigt Ihnen, wann und wie es Sie braucht.

Möchten Sie mehr erfahren?

Als MUTTERHEBAMME teile ich mein Wissen und meine Erfahrung mit Ihnen. Gerne können Sie mich auch auf meinem Blog www.mutterhebamme.com besuchen und auch meine Angebote kennenlernen.

Mütter und Väter, Eltern, Grosseltern, Bezugspersonen, Freundinnen von Müttern, Freunde von Vätern, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen von Eltern, alle Menschen, die mit Babys in Kontakt kommen – Sie alle sind herzlich willkommen. 

Wenn Sie bereit für einen Kontakt sind, dann bin ich es auch! 

Bis bald!


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