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3 Basistipps für bessere Beziehungen, die dich vielleicht überraschen

Dieser Blogartikel ist von Veronika Stix. Sie ist Seelendolmetscherin und Persönlichkeitscoach aus Wien.

Wenn du nicht gerade wie Rapunzel im obersten Turmzimmer oder Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel lebst, bist du wie jeder andere Mensch eingebettet in Beziehungen. Zu Familienmitgliedern, Freund:innen, Partner:innen, Arbeitskolleg:innen, kurzfristige Beziehungen wie die Begegnung an der Supermarktkasse, langfristige Beziehungen mit Menschen, die dich auf weiten Strecken deines Lebensweges begleiten. Und die wichtigste Beziehung von allen: die zu dir selbst.

Sich um Beziehungspflege Gedanken zu machen, hat daher das Potenzial, vielen vielen, wirklich vielen Menschen zugutezukommen. Und gerade gegen Jahresende ist das Thema Beziehungen zu meinen Mitmenschen ein ganz besonders heißes Eisen.

Tipp #1 Übernimm die Verantwortung für deine Beziehung zu anderen Menschen

Wenn ER nur dieses anders machen würde! Wenn SIE endlich mal… Wenn DIE nur wenigstens … Schluss damit. Übernimm die Verantwortung für deine Beziehung zu anderen Menschen. Nicht FÜR die anderen Menschen, wohlgemerkt. Das verwechseln wir gerne. Du hast DEINE Beziehung zu anderen zu 100 % in deiner Hand. Wie sich der:die andere verhält, liegt zu 100 % in deren Verantwortung. Also hör auf zu warten, dass alle anderen etwas verändern und mach es selbst. Setze deine Handlungen nicht dafür, dass deine Mitmenschen dann etwas anders machen – handle für dich.

Der erste Schritt: Nimm den ersten Menschen her, der dir in den Sinn kommt. Und dann schau dir die Beziehung an. Wirklich an. Wie läuft sie? Nährt sie dich? Zehrt sie von dir? Ist es ein Geben und Nehmen? Wo ist der Fokus – auf dir, auf dem Gegenüber, auf euch beiden, auf einem Miteinander?

Entscheide dich also bewusst, diese Beziehung aktiv und achtsam zu behandeln.

Tipp #2 Was willst du eigentlich? Entwirre Bedürfnisse von Erwartungen

In den meisten Fällen setzen wir uns nie wirklich mit unseren Beziehungen auseinander. So entsteht ein Wirrwarr aus unklaren eigenen Bedürfnissen, kaum oder nicht kommunizierten Erwartungshaltungen allen Beteiligten gegenüber, Enttäuschung, Hoffnungsschimmern und in der Kindheit angeeigneten Verhaltensmustern.

Also: Was willst du eigentlich von genau dieser Beziehung? Am Arbeitsplatz zum Beispiel einen professionellen Umgang miteinander, dass du deine Aufgaben so erledigen kannst, wie es für dich am leichtesten geht. Im Freundeskreis brauchst du vielleicht manchmal jemanden zum Spielen, manchmal jemanden zum Anlehnen, manchmal wen zum Zuhören. In den meisten Fällen spielen Bedürfnisse wie gesehen und gehört werden, Wertschätzung, Nähe, Zuneigung, Sicherheit eine große Rolle.

Wenn du für dich klar bist, was du willst, geht’s an die Erwartungen: Was genau erwartest du von deinem Gegenüber? Bestimmte Verhaltensweisen oder Formulierungen sind die häufigsten Antworten. Je klarer dir das bewusst ist, umso klarer kannst du diese Erwartung auch formulieren. Bonustipp: Dein Gegenüber hat freien Willen. Selbst die am deutlichsten vorgebrachte Bitte heißt nicht, dass sie erfüllt werden muss. Aber eine klare Kommunikation bereitet die Basis für gemeinsame Wege.

Tipp #3  Meine, was du sagst: Ja ist Ja, und Nein ist Nein

Und da sind wir schon bei meinem aktuellen Lieblingstipp: Sei ein Vorbild in Kommunikation, die sagt, was sie meint. Hast du schon mal Ja zu einer Bitte gesagt, obwohl du eigentlich nicht wolltest? Weil du davon ausgegangen bist, dass dein Gegenüber dann ja sicher xy tun wird? Herzlich willkommen, eine klassische Doppelfalle. Zum einen verletzt du damit deine eigenen Grenzen – was in den allermeisten Fällen irgendwann dem Mitmenschen angelastet wird. Zum anderen verwickelst du damit den anderen in einen Handel, von dem er nichts weiß und dem er daher auch nicht zustimmen kann.

Du kannst dein Ja ruhig an Bedingungen knüpfen. Kommuniziere diese aber, sprich sie aus. In den seltensten Fällen ist dein Gegenüber Gedankenleser:in oder Medium. Am besten formulierst du klar, gewaltfrei, wertschätzend und mit Raum zur Konsensfindung.

Es gibt ganz wundervolle Nebeneffekte, wenn dein Ja und dein Nein wirklich zu 100 % so gemeint sind: 

  • Deine Mitmenschen können deinem Wort immer mehr vertrauen. Zweifel, ob du jetzt wirklich aus freien Stücken mithilfst oder irgendwie böse bist und deshalb nein sagtest, verschwinden.
  • Die Beziehung wird offener und freier.
  • Dein Selbstvertrauen wird gestärkt. Schließlich achtest du jetzt deine eigenen Grenzen.
  • Du wirst immer schneller und deutlicher erkennen, was du wirklich willst. Dein Verständnis für dich wird also besser.
  • Ganz allgemein ein deutlich angenehmeres und freieres Lebensgefühl.

Bonustipp: Sei bereit, zu bekommen, was du willst

Vor lauter tun und denken und kommunizieren und geben vergessen wir gerne auf das Gegenstück: Zuhören und annehmen. So kanns passieren, dass dein Gegenüber schon lange Ja zu deiner Bitte gesagt hat – und du bist immer noch dabei, sie vorzubringen. Oder schlimmer noch, das von dir erwartete Nein zu verarbeiten.

Ich verrate dir was. Ich bin auch heute noch manchmal baßerstaunt, wenn meiner Bitte einfach entsprochen wird. Und verwundert, wenn nach einem Nein von mir sich nicht die Erde auftut und die ganze Welt in Feuer und Flamme katastrophal endet. *lach* Ja ok, bei mir sitzt das Beziehungsthema zu Mitmenschen auch ganz besonders tief verstrickt in Ängsten, Glaubenssätzen und lange überholten Verhaltensmustern. Genau deshalb hab ich mich auch so intensiv damit beschäftigt, wie es anders und besser geht.

Aber ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen will: Sei bereit, zu bekommen. Und sei bereit, überrascht zu werden.

Die allermeisten Menschen sind nämlich grundsätzlich darauf ausgerichtet, einander zu unterstützen, sich gegenseitige Freude zu machen, gemeinsam an Harmonie und Wohlbefinden zu wirken. Viele wissen nur einfach nicht wie. Mit diesen Tipps hilfst du dir und ihnen. Danke, dass du darüber zumindest nachdenkst.

Übrigens, wenn du anfängst, dich mit diesen Tipps aktiv um deine Beziehungen zu kümmern, wird auch das Thema Selbstfürsorge größere Bedeutung bekommen. Ein paar Ideen und Impulse dazu findest du in meinem Blogartikel mit meinen besten Selbstfürsorge-Tipps.


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