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Selbständigkeit als Therapeutin

Meine 3 besten Tipps für eine erfolgreiche Selbstständigkeit als Therapeutin

Dieser Blogartikel ist von Verena Schmalz. Ihr Schwerpunkt bilden Life-Mentoring, Erfolgsmindset & Marketing für Therapeutinnen.

Um als Therapeutin erfolgreich zu sein, braucht es nicht gleich eine eigene Praxis. Vielmehr brauchst du ein gesundes Selbstbewusstsein, eine Expertise, die dich von den hunderten anderen Therapeutinnen und Therapeuten unterscheidet und mit der sich (nach einer gewissen Zeit) dein Terminkalender von allein füllt, ohne großen Aufwand.

Viele Therapeutinnen laufen anfangs zu Ärzten und Ärztinnen, in der Hoffnung, dass sie ihnen regelmäßig neue Patientinnen und Patienten schicken. Das hat etwas von Abhängigkeit. Ein Grund für meine eigene Selbstständigkeit ist aber meine Unabhängigkeit. Das mit den Ärztebesuchen habe ich ganz am Anfang auch gemacht, bin aber schnell drauf gekommen, dass Aufwand und Nutzen dabei in keinerlei Relation stehen. Denn die Mehrheit meiner Eltern kommen über meine Website, über Empfehlungen von anderen Eltern oder Kolleginnen und Kollegen. Das braucht ein bisschen Zeit und Geduld, aber es lohnt sich auf jeden Fall. So bin ich nicht abhängig von Ärztinnen und Ärzten und kann selbst beeinflussen (über meine Sprache auf meiner Website und auf Social Media), wer sich von mir angesprochen fühlen soll. Ich habe ein ganz klares Bild von meinen kleinen Lieblingspatienten.

Ich hatte von Anfang an eine Website, habe aber das erste Jahr Miete gezahlt, ohne einen einzigen kleinen Patienten zu haben. Andere hätten vielleicht schon längst aufgegeben oder Erwachsene behandelt, das wollte ich aber nie und nur so bin ich inzwischen eine Kinder-Expertin in Graz geworden. Die Website hat mir im Laufe der Jahre viel mehr Patientinnen und Patienten gebracht als die Empfehlung von Ärztinnen oder Ärzten und deshalb habe ich sie auch all die Jahre gepflegt und später auch mit Blogartikeln befüllt, die mir schon viele Anfragen von nah und fern gebracht haben. Erst neulich habe ich wieder ein Kind per Online-Therapie in Texas behandelt. Ein Wahnsinn, was heutzutage alles möglich ist. Vor Corona habe ich geglaubt, dass ohne meine Hände keine Therapie möglich ist. Ich wurde eines Besseren belehrt 😉.

Jetzt aber zu meinen 3 Tipps, die ich dir versprochen habe:


Tipp #1 Nutze deine Website, damit die Leute dich finden und von deinem Angebot erfahren

Ich bin ein großer Fan einer eigenen Website. Als ich 2011 in meine Selbstständigkeit gestartet bin, hatte ich ziemlich schnell eine Website und sie bringt mir seither konstant neue kleine Patientinnen und Patienten in die Praxis. 

Ich kann mir inzwischen aussuchen, mit wem ich arbeiten möchte. Das hat einige Jahre gedauert, aber jetzt läuft die Praxis quasi von selbst und ich muss gar nicht mehr viel tun – außer weiter gute Arbeit zu leisten natürlich. 

Bei vielen ist die Website eine langweilige Online-Visitenkarte, die null Emotionen im Gegenüber weckt. Oft muss man lange suchen, bevor man ein Bild von der Therapeutin findet. Es macht aber einen Unterschied, wenn ich schon vorab sehe, mit wem ich es zu tun haben werde. 

Anders als viele glauben, solltest auf deiner Website aber nicht DU selbst im Vordergrund stehen, sondern die Bedürfnisse und Fragen deiner Kundinnen und Kunden. 

Ich sehe immer wieder, dass Therapeutinnen all ihre Fortbildungen auflisten und mit Fachbegriffe um sich schmeißen. Damit können die Menschen da draußen aber nichts anfangen. Kein Laie kennt den Begriff Mulligan oder Bobath. Die Besucherinnen und Besucher deiner Website können mit solchen Dingen nichts anfangen. 

Was sie aber sicher emotional abholt, ist, wenn du sie auf deiner Website persönlich ansprichst oder besser über ihre Probleme und Erkrankungen sprichst. Wenn du dann noch die Lösung für die Probleme hast, kann nichts mehr schiefgehen. 

Also rede nicht an deinen Wunschkundinnen und Kunden vorbei, sondern hole sie dort ab, wo sie gerade stehen. Schreib auf deiner Website so, wie du auch im realen Leben sprechen würdest. 

Auf meiner Kinderphysio-Seite steht zum Beispiel schon länger eine Aufzählung von möglichen Fragestellungen und ich habe öfter die Rückmeldung bekommen, dass die Eltern sich darin wiedergefunden haben und sich deshalb bei mir gemeldet haben. 

Kinder-Physio Website von Verena Schmalz


Außerdem empfehle ich dir sehr Blogartikel zu schreiben und auf deiner Website zu veröffentlichen, denn die bringen dich in der Google-Suche nach oben und mit ein bisschen SEO-Verständnis auch die richtigen Menschen auf deine Website. Dabei geht es aber nicht nur um fachliche, sondern auch persönliche Artikel. Denn genau diese Artikel sind es, die eine Verbindung schaffen. Ich spüre z.B. immer sofort eine Verbindung mit einem Menschen, wenn ich lese, dass jemand wie ich in der DDR aufgewachsen ist. Ein Beispiel für einen solchen Artikel sind die Funfacts. Du selbst entscheidest, was du von dir und deinem Leben preisgeben möchtest und was nicht. Persönlich bedeutet nicht gleich privat. Jede von uns hat da eine andere Grenze. Mir hilft es innerhalb von meinem Blog sehr, meine Gedanken und Gefühle zu „verarbeiten“. Heißt aber nicht, dass du das genauso machen musst. Aber eine gesunde Mischung aus fachlichen und persönlichen Artikeln ist super – finde ich!

#2 Sei dir deiner Stärken, deiner Werte bewusst und finde dein Alleinstellungsmerkmal

Schreib dir mal (ganz ehrlich) deine Stärken und Schwächen in einer Liste nebeneinander.

Wenn du dir deiner eigenen Stärken bewusst wirst und sie gezielt einsetzt, dann wirst du dir das Leben leichter machen und schneller erfolgreich sein. Auch unsere vermeintlichen Schwächen können wir lieb gewinnen und für uns nutzen, denn es ist alles immer nur eine Frage der Blickrichtung. Ich bin z. B. oft ungeduldig mit mir und anderen – schnell zu sein und nicht 10 Tage für Entscheidungen zu brauchen kann man ja auch positiv auslegen, oder?

Schreibe deine 5 wichtigsten Werte im Leben auf.

Jede von uns wird unterschiedliche Dinge auf dem Zettel stehen haben und somit auch andere Menschen ansprechen. 

Meine Werte sind: Ehrlichkeit, Freiheit, Selbstliebe, Veränderung, Selbstwirksamkeit. Diese findest du auf meiner Website auf der Startseite.

Solange du kein Alleinstellungsmerkmal für dich und deine Arbeit findest, bist du austauschbar und es ist sehr schwer, sich von anderen abzuheben. Das Alleinstellungsmerkmal kannst du, im besten Fall, wunderbar kurz und knapp nach außen kommunizieren, wenn dich jemand fragt, was du genau machst. Eine Spezialisierung bleibt den Besucherinnen und Besuchern deiner Website in Erinnerung und wenn dieser Person mal jemand erzählt, dass sie genau diese speziellen Probleme hat, wird sie sich sofort an dich erinnern und dich, im besten Fall weiterempfehlen. Ich habe schon mal einen Artikel geschrieben, wie du in 7 Schritten dein Alleinstellungsmerkmal findest. Wenn du nachlesen möchtest, dann hier entlang.

Du bist als Mensch einzigartig, ein Unikat und somit hast du KEINE Konkurrenz. Meist stehen wir uns nur selbst im Wege, weil wir uns immer mit anderen Menschen vergleichen. 

Ich weiß es noch wie heute, dass ich mich früher immer mit anderen verglichen habe. Inzwischen konzentriere ich mich mehr auf mich, meine eigenen Stärken, was mir Spaß macht und bin damit sehr viel ausgeglichener als früher. Natürlich nehme ich meine Mitbewerberinnen wahr und schaue, was sie machen. Aber ich muss nicht etwas machen, nur weil jemand anderes es macht. Jede von uns darf ihre eigene Kraft finden und damit wachsen.

Wenn du dir über deine Werte und Stärken klar bist und sie immer wieder nach außen kommuniziert, wirst du schnell merken, dass du auch nur die Menschen anziehst, die diese Werte teilen und denen dieselben Dinge wichtig sind.

#3 Stell dich und deine eigenen Bedürfnisse an erste Stelle

Das ist etwas, was ich auch erst lernen durfte in meinem Leben. Es fällt mir sicher leichter als vielen anderen Menschen meine Wünsche und mich in den Vordergrund zu stellen, denn ich lebe allein und habe keine eigenen Kinder. Kinder oder eine Beziehung sollten aber nicht als Ausrede hergenommen werden, um die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu vernachlässigen. 

Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Welt eine bessere wäre, wenn sich jeder zuerst besser um sich selbst kümmern und dann erst im Außen schauen würde. So viele Menschen und vor allem Frauen stellen die Bedürfnisse anderer viel zu sehr in den Vordergrund, vergessen und verlieren sich als Person dabei vollkommen. Folgen sind permanente Unzufriedenheit und Krankheiten. Das Ganze ist aber oft nur ein Vorwand nicht hinzuschauen, denn wenn ich mich immer um andere kümmere, dann muss ich mich ja nicht mit mir selbst beschäftigen. Das könnte ja wehtun und unangenehm werden… 

Wenn ich z. B. krank bin, dann bleibe ich zu Hause und gehe nicht aus Pflichtgefühl arbeiten, nur weil ich denke, dass die Kinder ohne mich nicht auskommen und mich unbedingt brauchen. Das ist eine Ego-Show und ich wehre mich gegen das Ich-werde-gebraucht-nur-dann-bin-ich-etwas-wert. Ich bin eine wertvolle Person – auch ohne mein Tun und meine Arbeit. 

Falls du dich noch sehr über deine Arbeit und dein Wissen definierst, lade ich dich herzlich ein, dich mal wieder mit deinen eigenen Wünschen und Träumen zu beschäftigen. Wenn du auf das Foto klickst, kommst du zu meinem kostenlosen E-Book „Finde deine Vision im Leben“.

Visionboard von Verena

Nimm dich selbst nicht so wichtig

Jetzt denkst du dir wahrscheinlich, das ist ja ein Widerspruch. Erst sollst du dich an erste Stelle stellen und im zweiten Schritt dich selbst nicht zu wichtig nehmen. 

Was meine ich damit?

Ich nehme es zum Beispiel überhaupt nicht mehr persönlich, wenn Eltern die Therapie abbrechen oder zu jemand anderem gehen. Früher habe ich immer meine Expertise und mich infrage gestellt. Inzwischen weiß ich, dass jede von uns einzigartig ist und somit auch die richtigen Patientinnen und Patienten finden wird. Wer mit meiner Art und mir nichts anfangen kann, findet meine Kollegin in der Praxis vielleicht ganz wundervoll. So soll es sein und ich kann, wie gesagt, inzwischen sehr gut damit umgehen. 
Ich glaube auch nicht, dass ohne mein Wissen und mich die Welt untergeht oder stillsteht. Meine Kolleginnen sind eine Bereicherung für mich und keine Konkurrenz. Ich bin nicht besser oder schlechter als jemand anderes – ICH bin ICH und das ist auch genau richtig so. Ich brauche keine Angst zu haben, dass mich jemand kopiert oder etwas von mir stiehlt, denn mich gibt es ja nur einmal auf dieser großen weiten Welt. (zumindest wüsste ich nichts von einer verschollenen Zwillingsschwester). Auch in der Therapie findet jeder Topf seinen Deckel und somit vertraue ich darauf, dass die richtigen Menschen zu mir finden. Das kann aber nur passieren, wenn ich mich selbst so annehme, wie ich bin – mit all meinen Ecken und Kanten und mich mit diesen auch zeige. Ich sage dir, ich lerne sie immer mehr lieben – meine Ecken und Kanten 😉.

Fazit

Sei einfach du selbst, mit all deinen Werten und Stärken, finde deine Leidenschaft/ Alleinstellungsmerkmal in deinem Beruf, kommuniziere sie nach außen (am besten mithilfe einer eigenen Website), denn nur wenn die Welt weiß, wofür du stehst, kannst du auch weiterempfohlen werden. 

Alles Gute für dich und deine Selbstständigkeit!


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