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Trixi Trumert mit Hand an der Mauer

Aufschieberitis: Mach ich morgen – 3 Tipps, damit Du es heute machst

Dieser Blogartikel ist von Trixi Tumert. Sie ist GerneLerner und NeugiergigBleiber und bietet Lerncoaching für Schüler ab Klasse 5 bis zum Abitur, für Azubis und Studenten an. Eltern unterstützt sie mit einem Elterncoaching.

Ich bin gerade dabei mein Buch zu schreiben und eigentlich wollte ich die Rohfassung bis Ende September fertig haben. Eigentlich. Man soll sich ja Ziele setzen. Soll man. Wie schön, dass ich mich als LernCoach manchmal nicht an meine eigenen Tipps halte. Von wegen Aufschieberitis und so. Das geht dann so: “Mist, eigentlich wollte ich ja heute schreiben. Jetzt ist es schon 15:45 Uhr, um 16:30 Uhr muss ich los. Da lohnt es sich nicht, jetzt noch anzufangen. Dafür mach ich morgen aber richtig viel.” Stopp! Das ist genau ein Zeichen von Aufschieberitis oder auch Prokrastination genannt.

Was ist Prokrastination?

Prokrastination  “bezeichnet ein Verhalten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass Aufgaben trotz vorhandener Gelegenheiten und Fähigkeiten entweder nicht oder erst nach sehr langer Zeit und dabei oft zu spät erledigt werden.” (Wikipedia).

Herrlich, es wird auch gleich ein Beispiel mitgeliefert, welche Ersatzhandlung man anstelle der eigentlichen Aufgabe machen kann: Putzen! Woher wissen die das, dass ich dann gern staubsauge?

Laut einer Umfrage vom TNS Emnid aus dem Jahr 2011 bin ich mit meiner Angewohnheit in guter Gesellschaft.

Schlechte Angewohnheiten in der Übersicht – Dinge aufschieben, auch Aufschieberitis genannt, führt

Über 25 % der Befragten über 14 Jahre teilen mit mir diese Angewohnheit. Das macht es nicht besser. Dicht gefolgt von ‘keinen Sport treiben’ und ‘Rauchen’. Beides ist Gott sein Dank bei mir kein Thema.

Mach ich morgen!

Morgen. Morgen habe ich Zeit mich richtig darum zu kümmern. Und dabei weiß ich, dass mich das noch mehr unter Druck setzt.

Morgen muss ich dann die doppelte Menge schaffen und wenn ich es nämlich nicht schaffe, dann bin wieder demotiviert. Morgen geht es richtig los. Da mache ich das. Aber vorher muss ich noch mal die Geschirrspülmaschine ausräumen.

Ach, und mit meinem Hund Floppy muss ich auch noch gehen. Stopp! Das ist schon wieder ein Anzeichen von Aufschieberitis!

Kurzfristig geht es mir sogar gut, da ich ein paar Sachen erledige. Auch wenn es nicht das war, was ich eigentlich machen wollte. Geschirrspülmaschine und mit dem Hund spazieren gehen muss auch sein. Weil ich Dinge erledigt habe, werden Glückshormone  ausgeschüttet, eine sogenannte Dopamindusche.

Unser Gehirn ist süchtig nach Dopamin und möchte diesen Zustand gern wiederholen. Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich dieser Ablauf beim nächsten Mal wiederholt. Nämlich, dass ich eher andere Sachen mache als die, die ich eigentlich machen wollte. Zu blöd!

Wer kennt solche Gedanken?

Mit jedem Tag wird mein schlechtes Gewissen größer. Ich habe gestern schon wieder nicht das geschafft, was ich machen wollte. Und so schiebe ich das immer vor mir her, der Abgabetermin kommt näher und mit ihm der Druck. “Ich brauche auch den Druck, damit ich arbeiten kann.”

Gehörst Du auch zu denen, die das sagen? Eine Freundin von mir hat mir mal erzählt, dass es manche Sachen nicht geben würde, wenn es die letzte Minute nicht gäbe. Auf Dauer ist das aber ganz schön anstrengend. Einerseits immer das schlechte Gewissen zu haben und dann den Druck zu spüren. Das muss nicht sein!

Was ist die Lösung?

Tipp 1: Entwickel Routinen!

Der mächtigster Hebel, den ich habe, ist, eine Routine zu entwickeln. Dabei hilft es mir, wenn ich weiß, wann für mich die beste Zeit, zu schreiben ist. 

Warum helfen Routine?

Das Gehirn möchte so wenig Energie wie möglich verbrauchen. Etwas Neues zu machen oder Entscheidungen zu treffen, erfordern viel Energie. Bei Routinen denkt das Gehirn gar nicht mehr nach, ob es jetzt die Tätigkeit ausführen möchte oder nicht. Es macht sie einfach automatisch. So wie Fahrradfahren oder Autofahren. Oder entscheidest Du Dich jeden Morgen von neuem, dass Du jetzt Zähne putzen möchtest oder nicht?  Mit Routinen spart Dein Gehirn Energie, da es weiß, was als nächstes kommt, ohne viel darüber nachzudenken.

Ich habe festgestellt, dass ich am besten gleich nach dem Aufwachen am besten schreiben kann und so nehme ich meinen Rechner mit ans Bett, damit ich morgens gleich schreiben kann. Damit ist das Gehirn schon mal auf meiner Seite!

Tipp 2: Werde Dir Deiner Erfolge bewusst!

Nichts motiviert so sehr wie Erfolge. Sie erzeugen das oben erwähnte Glücksgefühl und machen danach süchtig. Damit sie uns motivieren können, dürfen wir sie auch sehen und festhalten. Am besten gehen wir sie nicht nur in Gedanken durch, sondern schreiben sie auf. So richtig mit einem Stift in einen Notizblock. Achte dabei darauf, dass Du auch die Erfolge siehst, die mit Deiner Aufgabe zu tun haben, z.B. Struktur für die Präsentation überlegt oder erste Recherchen unternommen. Und wenn sie noch so klein sind.

Ich habe es mir angewöhnt, abends den Tag zu reflektieren und mir bewusst zu werden, was ich heute erreicht habe, insbesondere im Hinblick auf mein Buchprojekt.

Tipp 3: Fang einfach an!

“Ich habe keine Lust, meine Präsentation zu machen.” Punkt. Dieser Satz ist ein Showstopper. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du anfängst? Die läuft fast gegen 0, oder?

Anstelle dessen kannst Du Dich fragen “Wie kann es gehen, dass ich jetzt an meiner Präsentation arbeite?” Oft erhältst Du von Dir selbst gleich die Antwort: “Einfach anfangen.”

Und genau das ist Lösung. Einfach anfangen und wenn es nur für 10 Minuten ist. Manchmal ist der Anfang am schwersten. Du stellst Dir vor, dass Du jetzt für den Rest des Tages an Deiner Aufgabe sitzt. Puh, das ist ganz schön anstrengend und Dein Gehirn sagt. No way! Du kannst Dein Gehirn überlisten, in dem Du Dir vornimmst, einfach 10 Minuten zu arbeiten. Nur 10 Minuten. Wenn Du danach weitermachen möchtest, ist es super. Wenn nicht, ist es auch ok. Immerhin sind 10 Minuten besser als 0 Minuten.

Wenn ich mir jetzt sage, ich habe keine Lust an mein Buch zu schreiben, dann sehe ich wie ich mein fertiges Buch in der Hand habe (oh, das ist noch ein Tipp: visualisiere Dir Dein Endergebnis!) und ich frage mich: “Wie kann es gehen, dass ich jetzt anfange?” Ich finde garantiert keinen Grund, warum ich jetzt nicht einfach schreiben soll und damit klapp ich den Computer auf und lege los.

Übrigens: Mein Buch kommt nun Anfang Dezember heraus. Hurra! Es heißt ‘Das GerneLerner Buch – Wie Dein Kind ein GerneLerner wird – und Du auch endlich wieder Zeit für Dich hast.’ So ganz ohne Aufschieberitis! Wenn Du eine kostenlose Leseprobe haben möchtest, schick mir gern eine E-Mail – einfach im Betreff ‘GerneLerner Buch’ eingeben und dann schicke ich sie Dir zu.

Natürlich ist es hilfreich, wenn ich weiß, was mich motiviert und ich meine eigenen Motivatoren kenne. Für mich sind es: Fortschritt, Ziel und Umgebung. Du weißt nicht, wovon ich spreche? Dann schau Dir mein kostenloses Motivations Workbook an. Mit dem folgenden Link hüpfst Du darein.


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